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Kriegspropaganda


Nicht nur der jüngste Irakkrieg wurde der Bevölkerung durch Schreckensmeldungen (wie die von den Atomwaffen) verkauft, die sich später als falsch erwiesen; Propaganda war vielmehr auch schon früher die gängige Vorgehensweise. Zum Beispiel im ersten Golfkrieg: 

Am 10. Oktober 1990 gab eine 15-jährige Kuwaiterin vor der Menschenrechtskommission des US-Kongresses unter Tränen zu Protokoll, als Krankenpflegerin in ihrer von irakischen Truppen besetzten Heimat gesehen zu haben, wie irakische Soldaten das Krankenhaus überfielen und ca. 300 Babys aus den Brutkästen rissen und am Boden sterben ließen. Um die 53 Millionen US-Bürger und auch viele Menschen in anderen Ländern sahen ihrer Aussage im Fernsehen zu. Natürlich rief diese Nachricht weltweit Empörung hervor, auch der damalige US- Präsident George Bush entrüstete sich öffentlich. Dies führte zu einem Anstieg der Befürworter des geplanten amerikanischen Militärschlags gegen den Irak von 34 Prozent der US- Bevölkerung im Sommer auf 72 Prozent. Nun sah der US-Kongress "die Zeit gekommen, die Aggression dieses gnadenlosen Diktators aufzuhalten, dessen Truppen schwangere Frauen aufspießen und Babys aus den Brutkästen reißen". Drei Monate nach der Anklage begann der Golfkrieg, bei dem 150.000 Menschen starben.



Im Nachhinein zeigte sich, dass der Babymord erfunden worden war: Im Frühsommer 1990 hatte eine von der kuwaitischen Regierung unterstützte Organisation (Citizens for a Free Kuwait) die US-Firma Hill & Knowlton, eine der weltweit führenden PR-Agenturen, für 11,5 Millionen Dollar beauftragt, Stimmung gegen die Gewaltherrschaft Saddam Husseins zu machen. Im September 1992 berichtete der Spiegel: "Hill & Knowlton inszenierte jenes berüchtigte Hearing, in dem das 15-jährige kuwaitische Mädchen Nayirah unter Tränen von den Grausamkeiten der irakischen Besatzer berichtete ... Hill & Knowlton stellte nicht nur die Zeugin zur Verfügung, sondern sorgte auch mit einem eigenen Kamerateam dafür, dass ihre Aussage von 700 Fernsehstationen des Landes gesendet wurde ... Nayirahs erschütternde Aussage, ein wesentlicher Faktor in der öffentlichen Unterstützung des Krieges gegen den Irak und von Präsident Bush oft zitiert, musste später in großen Teilen dementiert werden. Überdies stellte sich heraus, daß Nayirah nicht irgendeine Kuwaiterin war - sie war die Tochter des kuwaitischen Botschafters in Washington." In der ARD- Sendung Panorama (6. 2. 2003) hieß es: "Alles reine Erfindung!".  

Während des jugoslawischen Bürgerkriegs (1991 - 1995) berichtete der britische Sender BBC, die serbischen Machthaber würden jedem Soldaten oder Heckenschützen für jedes getötete Kind eine Prämie von dreihundert Pfund zahlen. Dadurch seien bereits 400 Kinder erschossen worden. Nach dem Krieg musste BBC die Meldung widerrufen.  
 
Das WDR-Magazin Polis berichtete: "In Bosnien wurden 1992 Fernsehbilder aus angeblichen Folter- KZs ausgestrahlt - nicht nur wider besseres Wissen, sondern bewusst gefälscht. Ein bis auf die Knochen abgemagerter Mann mit nacktem Oberkörper hinter Stacheldrahtzaun wurde zum bekanntesten Bild des Krieges: Ein britisches Kamerateam hatte die Aufnahmen gemacht, sie dienten lange Zeit als Beweis für die Existenz von Konzentrationslagern in Bosnien. Erst nach dem Krieg wurde die Szene als Fälschung entlarvt."

Die deutsche Beteiligung am Kosovo-Krieg rechtfertigte der damalige Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping in einem Spiegel-Interview (26. April 1999) folgendermaßen: "Die menschliche Empörung spielt eine große Rolle, die historische Erfahrung ebenso wie das Wissen um die Gräuel. Auf dem Balkan geht es ja nicht um Öl oder Rohstoffe. Was wir jetzt tun, geschieht wegen der mit äußerster Brutalität vorgenommenen Verletzung von Menschen- und Lebensrechten ... Aus einer Schule trieb man die Lehrer und Kinder heraus, hängte die Lehrer vor den Augen der Kinder auf und vertrieb die Kinder dann mit Gewehrkolben und Schüssen. Schwangeren Frauen wurden nach ihrer Ermordung die Bäuche aufgeschlitzt und die Föten gegrillt.«  Am 16. Februar 2001 berichtete die Frankfurter Rundschau unter Berufung auf Zeugenaussagen hochrangiger Militärs: "Deutsche Politiker haben sich der Falschinformation und der Lüge bedient, um die Beteiligung der Bundeswehr am Nato-Bombardement in Jugoslawien gegenüber der Öffentlichkeit zu legitimieren."  

Nach  Frank Nicolaus: Kriegspropaganda. In: PM - Magazin (http://www.pm-magazin.de/de/heftartikel/ganzer_artikel.asp?artikelid=461).

Zehn Lügen des Irakkrieges: http://www.stern.de/politik/ausland/index.html?id=510521&nv=fs&cp=1




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