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Die okkulten Hintergründe des Materialismus


Es gibt Brüderschaften - und Brüderschaften beeinflussen immer die öffentlichen Meinungen gerade durch solche Mittel, durch die es am wenigsten den Menschen auffällt - , es gibt gewisse okkulte Brüderschaften, die lassen verbreiten, dass die Zeit des Materialismus bald abgelaufen sein werde, ja dass sie in einer gewissen Weise schon abgelaufen sei. Die armen, bemitleidenswerten "gescheiten Leute" , die heute in so zahlreichen Versammlungen und Büchern und Vereinen die Lehre verbreiten, dass der Materialismus abgewirtschaftet habe; denn wahr ist dieses nicht, sondern im Gegenteil, die materialistische Gesinnung ist in Zunahme begriffen...


[...] Es ist ganz unberechtigt der Satz, den viele in ihrer Bequemlichkeit sprechen: Nun ja, während wir hier zwischen Geburt und Tod leben, da kommt es darauf an, sich dem Leben zu übergeben; ob dann, wenn wir durch den Tod gegangen sind wir in eine geistige Welt eintreten, das wird sich schon zeigen, das können wir ja abwarten. [...] Indem der Mensch unter den gegenwärtigen Entwicklungsbedingungen durch die Pforte des Todes tritt, nimmt er die Bewusstseinsbedingungen mit, welche er sich selbst hergestellt hat zwischen der Geburt und dem Tode. Derjenige Mensh, welcher unter den gegenwärtigen Verhältnissen ganz und gar sich nur beschäftigt hat mit Vorstellungen und Begriffen und Empfindungen über die materielle, über die Sinneswelt, der verurteilt sich dazu, dass er nach dem Tode nur in einer Umgebung lebt, auf welche die während des leiblichen Lebens ausgeprägten Begriffe Bezug haben...er muss in gewissem Sinne in irdischen Verhältnissen verbleiben bis er - und das dauert eine lange Zeit - gelernt hat, drüben so viel geistige Begriffe aufzunehmen, dass er durch sie in die geistige Welt getragen werden kann.[...]

Also betrachten wir diesen, ich möchte sagen, mehr normalen Fall, dass unter gegenwärtigen Verhältnissen Seelen nach dem Tode in die geistige Welt hinüberkommen, die ganz und gar nichts wissen wollten von spirituellen Begriffen und Empfindungen: sie werden zu zerstörerischen Zentren, weil sie in der Erdensphäre aufgehalten werden. Nur Seelen, welche schon hier durchdrungen sind von einem gewissen Zusammenhang mit der geistigen Welt, gehen durch die Pforte des Todes so, dass sie in der richtigen Weise in die geistige Welt aufgenommen und der Erdensphäre entrückt werden [...]

Nun gibt es Brüderschaften, welche an ihrer Spitze Eingeweihte haben, die eben ein solches Interesse daran haben, den Materialismus zu pflegen, zu verbreiten. Diesen Materialisten dient es sehr gut, wenn immerfort davon geredet wird, dass der Materialismus eigentlich schon überwunden sei. Denn man kann auch eine Sache mit den entgegengesetzen Worten anstreben. [...] Was wollen nun solche Eingeweihte, welche eigentlich ganz gut wissen, dass die Menschenseele ein rein spirituelles Wesen ist und die dennoch die materialistische Gesinnung hegen und pflegen? Diese Eingeweihten wollen, dass möglichst viele Seelen da seien, welche hier zwischen Geburt und Tod nur materialistische Begriffe aufnehmen. Dadurch werden diese Seelen präpariert, in der Erdensphäre zu bleiben. [...] Wenn diese Brüderschaften dann - was möglicherweise in ihrer verruchten Macht liegt - die Veranstaltung treffen, dass diese Seelen nach dem Tode in den Bereich der Machtspähre ihrer Brüderschaft kommen, dann wächst dieser Brüderschaft dadurch eine ungeheure Macht zu. Also diese Materialsiten sind nicht Materrialisten weil sie nicht an den Geist glauben, so töricht sind diese Eingeweihten-Materialsiten nicht, die wissen ganz gut, wie es um den Geist steht; aber die veranlassen die Seelen, bei der Materie auch nach dem Tode zu bleiben, um sich solcher Seelen zu ihrem Zwecke bedienen zu können.

Gegen dieses Bestreben im Irdischen zu wirken durch die Seelen, dem wird entgegengearbeitet durch den bedeutsamen Impuls des Mysteriums von Golgatha. Und dieser Impuls ist auch die Weltheilung gegen die Vermaterialisierung der Seele.[...] Auf die Erscheinung des Christus [im Ätherischen] selbst hat niemand - kein noch so mächtiger Eingeweihter - irgendeinen Einfluss. Das kommt. Das bitte ich Sie festzuhalten.[...] Ja, diejenigen Brüderschaften, von denen ich eben gesprochen habe, haben das Bestreben, den Christus unvermerkt vorübergehen zu lassen im 20 Jahrhundert, sein Kommen als ätherische Individualität nicht bemerkbar werden zu lassen für die Menschen.



Rudolf Steiner: Vortrag vom 18. November 1917, Dornach ( GA 178, S. 174 ff.).

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